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ERZIEHUNG

Mein Kind will keine Hausaufgaben machen: 7 Tipps

Kapitel:


  1. Wie kann ich mein Kind motivieren zu lernen?
  2. Was tun, wenn mein Kind zu lange für Hausaufgaben braucht?
  3. Was tun, wenn mein Kind die Hausaufgaben verweigert?
  4. 8 Fehler, die Eltern bei Hausaufgaben vermeiden sollten

Dein Kind will die Hausaufgaben nicht machen? Dafür kann es viele verschiedene Gründe geben: Vielleicht sind die Aufgaben zu schwierig oder zu langweilig, vielleicht kann dein Kind sich nicht konzentrieren - oder will es einfach nicht? Aber keine Sorge! Wir haben für dich 7 Tipps dafür, wie das Hausaufgaben machen deinem Kind garantiert leichter fällt und zur Routine wird.

 

Wie kann ich mein Kind motivieren zu lernen?

 

Dein Kind kommt nach einem anstrengenden Schultag nach Hause und muss dann noch zusätzliche Aufgaben erledigen - das kann sich ganz schön unfair anfühlen. 😤 Aber Hausaufgaben gehören zum Schulalltag dazu und sorgen dafür, dass dein Kind eigenständig lernt und die Lehrer überprüfen können, wo dein Kind gerade steht.

Wenn dein Kind bei den Hausaufgaben trödelt, sich ablenkt oder ständig nach Hilfe fragt, kann es manchmal zu Streit kommen. Deshalb kommen hier unsere Tipps gegen die Hausaufgaben-Diskussionen:

1. Finde den richtigen Zeitpunkt

Damit es deinem Kind leichter fällt, die Hausaufgaben zu erledigen, ist es wichtig, dass ihr den richtigen Zeitpunkt findet. Und der ist bei jedem Kind anders! ⏱️ 

Du denkst vielleicht “was weg ist, ist weg” und willst, dass dein Kind sich gleich nach dem Mittagessen an die Aufgaben setzt. Direkt nach dem Essen ist dein Kind aber häufig  genauso müde wie vorm Schlafengehen. 🥱 Achte stattdessen darauf, dass dein Kind genug Ruhezeit bekommt und sich erholt an die Aufgaben setzt! 

Du kannst dein Kind selbst entscheiden lassen, wann es die Hausaufgaben erledigen möchte. Probiert das doch zum Beispiel mal über eine Woche aus und schaut, ob das funktioniert. Wenn ja, super! Wenn nein, dann probiert ihr einfach eine neue Zeit aus - so lange, bis ihr den individuell richtigen Zeitpunkt für dein Kind gefunden habt.

2. Achte auf eine effektive Zeitplanung (mit Pausen)

Besonders wenn dein Kind älter wird und die Hausaufgaben mehr und mehr werden, muss  es sich die Zeit gut einteilen. Das heißt: zum Einen die Zeit, in der die Hausaufgaben gemacht werden, und zum Anderen die Zeit für die einzelnen Aufgaben selbst.

Dein Kind hat mit Sicherheit noch andere Termine außerhalb der Schule - das kann das Fußballtraining am Mittwochabend oder der Gitarrenunterricht am Freitagnachmittag sein. ⚽ 🎸 Erstellt deshalb einen Wochenplan mit allen Terminen und schaut, wann die Hausaufgaben am besten in diesen Plan passen. 

Grundsätzlich sollten Hausaufgaben nicht länger als zwei Stunden dauern. ⏲️ Über den Daumen gepeilt ergeben sich deshalb folgende ungefähre Werte für die Dauer der Hausaufgaben:

  • Klasse 1-2: ca. 30 Minuten
  • Klasse 3-4: ca. 60 Minuten
  • Klasse 5-6: ca. 90 Minuten
  • Klassen 7-10 und aufwärts: ca. 120 Minuten

Stellt man die durchschnittlichen Zeiten der Konzentrationsfähigkeit gegenüber, wird eines schnell klar: Pausen sind notwendig. 💆 5- bis 7-Jährige können sich rund 15 Minuten am Stück konzentrieren, 8- bis 9-Jährige rund 20 Minuten und 10- bis 12-Jährige eine gute halbe Stunde.

Und genau deshalb ist es auch wichtig, dass dein Kind sich auch die Aufgaben in den verschiedenen Fächern selbst einteilt. Diese Einteilung sollte es dann auch einhalten und sich einen Timer für Pausen stellen. ⏰ 

In den Pausen kann dein Kind sich zum Beispiel ein bisschen bewegen oder frische Luft schnappen. Du kannst aber auch eine kleine Entspannungspause einlegen und gemeinsam mit deinem Kind ein paar Achtsamkeitsübungen machen. 🧘 

3. Schaffe das passende Lern-Setup

Um effektiv zu lernen, braucht es das passende Setup. Das heißt: Nicht nur eine festgelegte Zeit für Hausaufgaben, sondern auch ein fester Platz, an dem diese erledigt werden. Die Hausaufgaben werden so zu einem klaren Ritual mit einem festen Ort und einer festen Zeit.

👉 Lesetipp: In diesem Artikel erklären wir dir, wie der Lernplatz zu effektivem Lernen beiträgt.

Zum optimalen Lernplatz gehört einerseits ein aufgeräumtes und ruhiges Umfeld und andererseits eine Atmosphäre, in der sich dein Kind wohlfühlt. Verwöhn deinen Nachwuchs doch zum Beispiel ruhig mal mit ein paar leckeren gesunden Snacks für die Lernpausen oder zum Knabbern zwischendurch! 🥨 

Um Ablenkungen zu vermeiden, solltet ihr elektronische Geräte für die Dauer der Hausaufgaben am besten zur Seite legen und/oder ausschalten. 📵 Erklär deinem Kind, dass es durch das Scrollen am Handy nur die Hausaufgabenzeit verlängert und das Erledigen herauszögert. Je schneller es mit den Aufgaben fertig ist, desto eher kann es auch wieder mit dem Handy spielen.

Auch langes Suchen nach dem Zirkel oder Anspitzer sorgt für Verzögerungen und Ablenkungen vom eigentlichen Arbeiten. 👀 Sorgt deshalb dafür, dass immer eine gewisse Ordnung herrscht, bei der alle notwendigen Dinge an Ort und Stelle sind. 

4. Unterstützen statt vorsagen

Gerade wenn dein Kind Probleme mit den Hausaufgaben hat, willst du dich vielleicht am liebsten dazu setzen und die Aufgaben gemeinsam mit ihm durchgehen. Das kann aber dazu führen, dass sich dein Kind überwacht und unter Druck gesetzt fühlt. Besser ist es, sich in der Nähe aufzuhalten und bei Fragen oder Problemen bereit zu sein, um zu helfen. 🤝 Ansonsten sollte dein Kind die Aufgaben aber selbstständig erledigen.

Dein Kind braucht länger, um auf die richtige Antwort zu kommen oder dir springen direkt 3 Rechtschreibfehler ins Auge? Da kann es schon mal schwer sein, sich zurückzuhalten und nicht ungeduldig zu werden. Statt deinem Kind aber gleich die richtige Lösung vorzusagen und es zu verbessern, solltest du dein Kind in die richtige Richtung leiten und es selbst die richtige Lösung finden lassen. 🧠  

Ständiges Besserwissen sorgt nur dafür, dass dein Kind das Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten verliert. Und Fehler sind nunmal auch dazu da, aus ihnen zu lernen. Die Lehrer werden in der Schule die Aufgaben besprechen und so sehen sie (und auch dein Kind selbst), wo vielleicht noch Probleme liegen und was noch besser erklärt werden muss. 💭 

5. Lobe und ermutige dein Kind

Ermahnungen oder Vorwürfe gehen uns manchmal leider leichter über die Zunge als Lob und Ermutigungen. Wenn dein Kind aber schon mit den Hausaufgaben ringt, hilft ein “Du schaffst das, gestern hat es doch auch super geklappt!” um einiges mehr als ein “Jetzt setz’ dich doch endlich an die Aufgaben!”. 

Auch interessiertes Nachfragen, welche Hausaufgaben dein Kind zu erledigen hat und was daran besonders leicht ist oder Spaß macht, hilft deinem Kind dabei positive Gedanken rund um die Aufgaben aufzubauen. 😌 Lobe dein Kind auch dafür, dass es sich mit schwierigeren Aufgaben auseinandersetzt, selbst wenn es von selbst nicht auf die richtige Lösung kommt. 

6. Sei ein Vorbild

Dein Kind orientiert sich an dem, was du tust und sagst. Räumst du deinen eigenen Schreibtisch oder Arbeitsplatz im Homeoffice auf? Erledigst du Dinge auf den letzten Drücker? Kannst du Sachen nicht finden, vergisst Termine oder meckerst über deinen Job? 🤔 

Du hast eine Vorbildfunktion! Lebe deshalb deinem Kind vor, dass Arbeit zwar eine Pflicht ist, aber deshalb nicht unbedingt etwas Negatives sein muss. Wenn du selbst gewissenhaft und geordnet arbeitest, vermittelst du deinem Kind ein positives Bild, wie Aufgaben stressfrei bewältigt werden können. 💪 

7. Übe Lernstrategien 

Einmal erlernte Arbeitsweisen und Strategien zur Bewältigung von Aufgaben können dagegen ein Leben lang nützlich sein. Hausaufgaben begleiten Kinder die gesamte Schulzeit über—vermittle deinem Kind, dass es sich mit seiner Herangehensweise einen Vorteil sichern kann. 🚀

Übt deshalb verschiedene Lernstrategien - vielleicht auch gemeinsam mit unseren Nachhilfelehrern in unseren GoStudent Nachhilfestunden. 

👉 Lesetipp: Auf unserem Blog findest du die 10 besten Lernstrategien für Prüfungen, Schule & Studium.

Wenn eine Routine in das Lernen kommt und dein Kind die richtigen Methoden und Strategien kennt, werden ihm die Hausaufgaben immer leichter fallen. 💡 

 

Was tun, wenn mein Kind zu lange für Hausaufgaben braucht?

 

Oben haben wir ungefähre Zeiten gelistet, wie lange dein Kind an seinen Hausaufgaben sitzen sollte. Braucht es deutlich länger, um alle Aufgaben zu lösen, solltet ihr der Ursache auf den Grund gehen. 🔎 

Ab und an kann es mal vorkommen, dass dein Kind die Hausaufgaben nur zum Teil schafft, weil es mit einem Thema nicht so gut zurecht kommt. Gib dann dem Lehrer Bescheid, woran es gelegen hat und bitte darum, die Lösungen nochmal genauer zu erklären. 

Sollte dein Kind aber dauerhaft mit den Hausaufgabenzeiten kämpfen, hat das meist andere Gründe. Sprich mit den Lehrern und anderen Eltern, ob die Hausaufgabenmenge angemessen oder vielleicht etwas hoch angesetzt ist. 📚

Falls dein Kind für die Aufgaben allgemein länger braucht, weil sie ihm schwerfallen, ist es sinnvoll, sich Unterstützung zu suchen. 🤝 Bei GoStudent setzen sich unsere kompetenten Nachhilfelehrer mit deinem Kind in Wohlfühlatmosphäre zusammen und gehen Lerninhalte geduldig durch - solange bis es sitzt. 🧠 

🧑‍🏫 Buche hier eine kostenlose Probestunde bei GoStudenet, um es auszutesten!

 

Was tun, wenn mein Kind die Hausaufgaben verweigert?

 

Wenn dein Kind die Hausaufgaben grundsätzlich komplett verweigert, kann das verschiedene Gründe haben. Egal ob es sich überfordert oder unterfordert fühlt, emotionalen Stress oder Ängste hat oder aber eine Konzentrationsschwäche hat - der erste wichtige Schritt ist es, die genaue Ursache herauszufinden. 🕵️

Sei geduldig und bleibe ruhig! Sprich mit deinem Kind in einem entspannten Moment darüber, was es so schwer macht, sich mit den Hausaufgaben auseinanderzusetzen. Lass dein Kind in Ruhe ausreden und stelle keine eigenen Mutmaßungen an, welche Gründe hinter dem Verweigern der Hausaufgaben stecken. 🙅

Tritt außerdem in Kontakt mit den Lehrern von deinem Kind und schaut gemeinsam, ob ihr eine Lösung für das Problem findet! 

 

8 Fehler, die Eltern bei Hausaufgaben vermeiden sollten

 

Unsere Tipps helfen dir dabei, die richtigen Voraussetzungen für Hausaufgaben ohne Diskussionen zu schaffen. Die folgenden Fehler solltest du als Elternteil außerdem vermeiden, um dein Kind bei seinen Hausaufgaben zu unterstützen: 

1. Keine Regeln vorgeben

Dein Kind einfach mal machen lassen ganz ohne Regeln, Zeiten oder Rahmenbedingungen - das geht meist leider nach hinten los. Denn so wird es ihm schwerfallen, in den geeigneten Arbeitsmodus zu finden. Stattdessen denkt dein Kind, dass du dich nicht interessiert oder nicht kümmerst. 😢 Oder es nimmt an, dass es erst gar keine Hausaufgaben zu machen braucht.

2. Müdigkeit

Müde Kinder brauchen länger für die Hausaufgaben, machen Fehler und können sich nicht konzentrieren. Die Zeit kurz vorm Schlafengehen oder das Mittagstief nach dem Essen eignen sich daher eher weniger für Hausaufgaben. 🥱 

3. Schlechtes Zeitmanagement 

Ist der Nachmittag mit Pflichtterminen voll, entstehen Zeitdruck und Stress. Hobbys, Sport und Verabredungen sorgen natürlich für Abwechslung, dein Kind braucht aber auch Zeit für die Übergänge und sollte den Nachmittag mitgestalten können. Achte darauf, dass immer genug Zeit für Pausen und entspanntes Lernen vorhanden ist! 🧘 

4. Drängen und Nörgeln

Druck und ständiges Nachfragen, ob die Aufgaben denn schon erledigt sind, sind keine Motivationsgeber und sorgen nur für mehr Streit um die Hausaufgaben. 🤐 Am besten bleibst du für Fragen verfügbar, aber ziehst dich auch zurück und lässt dein Kind selbstständig arbeiten.

5. Fehlerfreie Hausaufgaben

Wir alle lernen aus Fehlern. Stelle nicht den Anspruch, dass die Aufgaben fehlerfrei sein müssen oder dass dein Kind ohne Fehler in die Schule geht. Lass die Lehrkräfte auch ihre Arbeit erledigen, denn das Besprechen von Unklarheiten im Unterricht gehört zum Lernen dazu. ✌️

6. Mit anderen Kindern vergleichen 

Egal ob Geschwisterkind oder Mitschüler: Jedes Kind lernt individuell und hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Bei Vergleichen kann man immer nur verlieren, denn irgendwer ist immer irgendwie besser. Lobe dein Kind deshalb lieber für die Dinge, in denen es gut ist und unterstütze es bei den Dingen, die es noch nicht so gut kann! 🥰 

7. Keine Ruhe

Sorge dafür, dass dein Kind an einem angenehmen Lernplatz ohne Ablenkungen lernen kann. Ablenkungen können elektronische Geräte, aber auch Geschwisterkinder, die Suche nach Lernutensilien oder du selbst (z.B. wenn du wie ein Helikopter um dein Kind herumschwirrst) sein. 🚁 

8. Über Lehrer aufregen

Klar, manchmal ist es das Einfachste, auf die Lehrer zu schimpfen! 🤬 Denn die haben schließlich zu viele oder zu schwierige Aufgaben gegeben - zumindest laut deinem Kind. Habe aber immer im Kopf: Dein Kind nimmt sich ein Vorbild an dir! Warum sollte es die Hausaufgaben für diesen “doofen Lehrer” machen? Versuche, dich zurückzunehmen und dein Kind nicht in der Wahrnehmung des Lehrers negativ zu beeinflussen.Wir hoffen, unsere Tipps helfen euch dabei, eine entspanntere Stimmung rund um die Hausaufgaben zu schaffen und Streit und Diskussionen vorzubeugen. Probiert selbst aus, welche Zeiten, Reihenfolgen und Lernmethoden für euch am besten funktionieren und lasst Erfolge beim Lernen zur Gewohnheit werden. 🚀 

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