LERNTRENDS

Diana Baumrind & ihre 4 Erziehungsstile

 

Kapitel:

  1. Wer war Diana Baumrind? 
  2. Die 4 Erziehungsstile nach Diana Baumrind
  3. Fazit: Kein Erziehungsstil ist der richtige!

In diesem Beitrag schauen wir uns die 4 Erziehungsstile einer der bedeutendsten Forscherinnen zum Thema Kindererziehung: Diana Baumrind. 🦄

Wie man sein eigenes Kind erzieht, das steht häufig zur Debatte und oftmals hat jede Person dazu eine eigene Meinung. Nicht selten entstehen daraus auch Konflikte mit Familienangehörigen, denn jeder kann gut kritisieren. 🧒 

Wir finden: Es ist interessant, viele verschiedene Erziehungsstile zu kennen, doch am Ende muss jeder Elternteil selbst entscheiden, welche Variante oder womöglich welche Mischform die richtige für sein Kind ist. 👩👨

Denn eines steht fest: Jedes Kind ist anders und hat andere Bedürfnisse! 🌈

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Wer war Diana Baumrind? 

 

Diana Baumrind (geboren 1927 in New York City und gestorben 2018) war eine US-amerikanische Entwicklungspsychologin und hat vor allem zum Thema Kindererziehung geforscht. ✨

Bekannt wurde Baumrind speziell durch ihre Forschungstätigkeit über Erziehungsstile und ihre Kritik über die Irreführung vieler psychologischer Experimente. 🕵️‍♀️

Welche Erziehungsstile wurden von Baumrind geprägt? Schauen wir uns die 4 Erziehungsstile nun näher an. 👇

 

Die 4 Erziehungsstile nach Diana Baumrind 

 

Diana Baumrind unterscheidet zwischen vier Erziehungsstilen: dem autoritären, dem autoritativen, dem nachgiebig/verwöhnenden und dem vernachlässigenden Erziehungsstil. 

Bevor wir jeden Erziehungsstil im Detail besprechen, schauen wir uns hier zuerst noch einen groben Überblick über die Art der Erziehung der vier Stile an (basierend auf Liebenwein 2008):

 

nicht fordernd, 

nicht kontrollierend

fordernd, 

kontrollierend

angenehm,

zugänglich,

kindzentriert

nachgiebig, 

verwöhnend

autoritativ

ablehnend,

nicht zugänglich,

elternzentriert

vernachlässigend

autorität

 

Wichtig vorab: Wenn von “Eltern” oder “Elternteil” die Rede ist, inkludiert das alle Formen von Eltern: Von den leiblichen Eltern bis hin zu den Adoptiveltern! 👪

1. Autoritäre Erziehung 

Die autoritäre Erziehung stellt Kontrolle und Distanz ins Zentrum. Die Eltern zeigen wenig Wärme und möchten das Kind gemäß ihrer Vorstellungen formen. Es gelten strenge Regeln, deren Nichtbefolgen mit Strafen geahndet werden. 🙅

Das Gehorchen der Forderungen der Eltern wird wertgeschätzt, während die Strafen eine Unterordnung der Kinder bei Konflikten bewirken sollen. Die Selbstständigkeit des Kindes wird deutlich eingeschränkt. 🚫

Sicher ist: Körperliche oder seelische Gewalt, Liebesentzug oder Vernachlässigung sind als Strafe keinesfalls anzuwenden! 

2. Autoritative Erziehung

Bei der autoritativen Erziehung stehen einerseits starke Kontrolle und hohe Ansprüche als auch andererseits Wärme, Rationalität und positive Bestärkung im Mittelpunkt. Die Eltern versuchen das Kind zu lenken und erklären auch die Hintergründe für ihre Forderungen. 🌌 

🗣️ Sie ermutigen das Kind zur Diskussion und erlauben auch Einwände seitens des Kindes. Das Durchsetzen der Perspektive als Erwachsene ist den Eltern wichtig, doch sie möchten auch die individuellen Bedürfnisse und Interessen des Kindes anerkennen und respektieren.

3. Nachgiebige / verwöhnende Erziehung

Die nachgiebige oder verwöhnende Erziehung charakterisiert sich durch eine geringe Anzahl an Forderungen und ein hohes Ausmaß an Wärme. Die Eltern sind warmherzig und akzeptierend. Sie legen die Bedürfnisse des Kindes ins Zentrum und stellen wenig Anforderungen an das Kind. Das Kind wird kaum kontrolliert. 💕

4. Vernachlässigende Erziehung

Die vernachlässigende Erziehung ist durch wenig Forderungen und wenig Wärme gekennzeichnet. Die Eltern sind an der Entwicklung des Kindes kaum interessiert und unterstützen es weder noch fördern sie es. Sie zeigen generell wenig Interesse am Kind und beteiligen sich infolgedessen nur wenig am Leben ihres Kindes.

Da das Kind hier keine Bindung zu ihren wichtigsten Bezugspersonen aufbaut, sind die Folgen einer solchen Erziehung (die man wohl fast nicht “Erziehung” nennen kann, weil keinerlei Grenzen oder Regeln gesetzt werden) schwerwiegend: mangelnde Selbstwertgefühle und ein Gefühl der Verunsicherung 😞 werden dem Kind mit auf den Weg gegeben. Wohl nicht gerade die beste Ausgangslage! Daran zeigt sich, dass sich Kinder nicht selbst erziehen können.

⏭️ Lesetipp: Ein anderer Pionier der Erziehungsstilforschung ist Kurt Lewin. In diesem Beitrag erfährst du über seine Erziehungsstile!

 

Fazit: Kein Erziehungsstil ist der richtige!

 

Jetzt haben wir uns einige Erziehungsstile angeschaut und vermutlich sind dir manche davon auch fragwürdig vorgekommen. Jeder Erziehungsstil weist sowohl Vor- als auch Nachteile auf. Wie die perfekte Erziehung aussieht, geht aus diesen Erziehungsstilen nicht hervor. 👀

💪 Wir finden, dass es (leider) kein Geheimrezept für die richtige Erziehung von Kindern gibt, denn das wäre zu einfach! Schließlich ist sowohl jeder Elternteil als auch jedes Kind anders.

Wir fassen hier nochmal die wichtigsten Punkte zusammen:

  • Jedes Kind ist einzigartig in seiner Art und hat andere Bedürfnisse. Während die eine Art der Erziehung bei dem einen Kind super klappen kann, braucht ein anderes vielleicht eine andere Herangehensweise. ❄️
  • Wärme, Liebe und Nähe sind wichtig für den Aufbau von Vertrauen. ❤️
  • Dein Kind braucht ein liebevolles Zuhause, wo es zwar Regeln gibt, aber auch Platz für die freie Entfaltung. 🏠
  • Kein Erziehungsstil ist in Stein gemeißelt! Verschiedene Entwicklungsphasen bedürfen unterschiedliche Entwicklungsstile.
  • Hör deinem Kind respektvoll zu und gib ihm das Gefühl, dass du immer für es da bist. 🙂👂

Also: Die beste Erziehung ist wahrscheinlich eine Mischung aus allen Erziehungsstilen und situationsabhängig. Du kennst dein Kind am allerbesten und wenn du deinem Kind Aufmerksamkeit schenkst, findest du am ehesten heraus, was es gerade braucht. Solange du deinem Kind wertschätzend und respektvoll begegnest, kann nichts schief gehen! 🔥

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