ERZIEHUNG

Adoptiveltern: So stärkst du die Bindung zu deinem Adoptivkind

 

Kapitel

1. Beziehungsratgeber für das Leben mit Adoptivkind
2. Adoptiveltern und die Frage nach den leiblichen Eltern
3. Bindungsaufbau zu Adoptivkindern

 

Eine enge Bindung an erwachsene Bezugspersonen ist für alle Kinder wichtig. Für Adoptivkinder ist die Beziehung zu den Adoptiveltern 👪 besonders wichtig, um Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit 💖 zu haben und eine gesunde Entwicklung zu durchleben. Das muss nicht schwieriger sein als mit leiblichen Kindern. Der GoStudent Ratgeber gibt dir praktische Tipps, wie du die Bindung zu einem adoptierten Kind stärken kannst. 🙌

 

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Beziehungsratgeber für das Leben mit Adoptivkind

 

Die gemeinsame Zeit ist wichtig für das Verhältnis zwischen Eltern und Kind, unabhängig vom Elterntyp. Unter anderem weil leibliche Kinder ihr Leben von Anfang an mit den "eigenen" Eltern verbringen, empfinden wir diese Bindung als etwas Besonderes. 🦄 Das heißt aber nicht, dass du zu einem Adoptivkind nur eine eingeschränkte Beziehung haben oder dieses weniger lieben kannst als ein leibliches Kind. 💞

 

Bindungen und Beziehungen können natürlich und spontan entstehen und von Anfang an innig sein, etwa wenn wir uns "Hals über Kopf" verlieben 💘 oder eben wenn ein Kind in eine Familie hineingeboren wird. 🚼  Es bedarf aber auch vieler kleiner Schritte, um eine Beziehung wachsen zu lassen, zu festigen und zu pflegen, ein Leben lang. 🌱

 

Hier kannst du voll und ganz für ein adoptiertes Kind da sein, auch wenn es nicht der eigene Nachwuchs ist. Denn die Beziehung zwischen Eltern und Kind hat noch viele Dimensionen über Verwandtschaft hinaus. 🚸

 

Rahmenbedingungen

 

Kinder sind durchaus flexibel in ihren Beziehungen und können grundsätzlich zu jedem eine Bindung aufbauen. 👫 Sie fühlen sich dort zuhause, wo sie Verständnis erfahren. 🏠 Bei der Betreuung und Verantwortung beschäftigt ein Kind mehr das “wie” als das “wer”. Das Kind muss darauf vertrauen können, dass sich jemand verlässlich und regelmäßig um seine Bedürfnisse kümmert. Das fördert die emotionale Intelligenz. Muss es immer wieder in Frage stellen, dass dies nicht der Fall ist, entstehen Ängste. 🙀 Zeigst du einem Adoptivkind von Anfang an, wie sehr du dich auf diesen Menschen gefreut hast, weiß das Kind, dass du dich kümmerst. 👍

 

Prägung

 

Was ist bei Kindern biologisch veranlagt beziehungsweise genetisch bedingt, und was haben sie durch Umwelt und Umfeld erlernt und angenommen? 🧬 Leider neigen wir dazu, gerade bei problematischem Verhalten ein Adoptivkind gesondert zu behandeln. Fällt es beispielsweise in der Schule auf, wird die Adoption beziehungsweise die Vorgeschichte als Erklärung genommen anstatt konkret beim Kind nach Ursachen zu suchen. 😢

 

Du kannst die Beziehung zu einem adoptierten Kind wesentlich mitbestimmen, indem du die Vorerfahrungen natürlich nicht außer acht lässt, vor allem bei älteren Adoptivkindern. Du musst dein Kind aber nicht übermäßig prägen. Manche Eltern wollen möglichst einen “ungeprägten” Säugling 👶 adoptieren oder die “fehlende” Verwandtschaft überkompensieren, indem sie versuchen, dem Kind viel Eigenes mitzugeben. 👩‍🍼 

 

Das deutet auf eine Überhöhung der Bedeutung von Verwandtschaft in der Gesellschaft und bei der Sozialisierung hin. Kinder 🧒 imitieren ihre erwachsenen Vorbilder und Bezugspersonen, gerade wenn sie den Alltag miteinander verbringen und Positives erleben. Durch Mimik, Gestik und Sprachgebrauch, den sie sich abschauen, ähneln selbst Adoptivkinder ihren Eltern mit der Zeit. 🐥

 

Offenheit und Ehrlichkeit

 

In welchem Alter ein Adoptivkind auch zu dir kommt: Nur durch Offenheit und Ehrlichkeit ✨ schaffst du eine gesunde Grundlage für Vertrauen zwischen euch. Dazu zählt auch, die Adoption nicht zu verschweigen oder zu verheimlichen. Erfährt ein Kind erst später, dass es adoptiert ist, kann das traumatisierender sein als wenn es davon weiß. 🧸

 

Die Situation, die durch Adoption entsteht, kann im Kind Trennungsängste wecken. Lass dein Kind spüren, dass es sich nicht verstellen oder anpassen muss—du wirst es bei Fehlverhalten nicht wieder weggeben! ↩️ Teenager werden mit Sicherheit die Grenzen testen 😠 und wissen wollen, ob deine Liebe bedingungslos ist. Du darfst auch ein Adoptivkind kritisieren und dich von ihm distanzieren, aber es ist wichtig, dass du zeigst, was der Auslöser ist: das Verhalten und nicht die Person.

 

Liebe und Geborgenheit

 

Säuglinge und Kleinkinder können die eigenen Bedürfnisse 🍼 noch nicht äußern und ein Adoptivkind hat vielleicht zu Beginn seines Lebens weniger Körperkontakt erfahren. Hier solltest du keine Scheu haben und dein Kind Wärme, Berührung, Nähe und Kontakt 🤗 mit allen Sinnen spüren lassen. So lernt es dich kennen, dicht an dicht, und erfährt eine innige Bindung, die eine gute Grundlage für eure spätere Beziehung bildet. 😃

 

Adoptiveltern und die Frage nach den leiblichen Eltern

 

Die Frage nach der eigenen Herkunft und den leiblichen Eltern des Adoptivkindes solltest du nicht fürchten oder vermeiden. Hier sollte das Kind bestimmen, wann es dafür bereit ist oder Interesse entwickelt. Du solltest die Frage nicht ignorieren, aber auch nicht erzwingen. 🤔❓

 

Bildung und Formen einer eigenen Identität ist ein Prozess, in dem die Herkunft auch eine Rolle spielt. Die "Kernfamilie" und eine Adoptivfamilie unterscheiden sich zwar, aber du kannst deinem Kind vermitteln, dass keine Variante besser oder schlechter ist. 🙋

 

Die Antwort auf die Frage "Wer bin ich?" ist eine Art Geschichte, in der wir selbst und andere zu Wort kommen ☝️ und wir ständig abgleichen, welche Teile sich davon decken und welche nicht. Anders gesagt, welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede machen mich aus? 🧐

 

Bei aller inniger Beziehung und Bindung gehören Abgrenzung und Loslösen auch zu diesem Prozess des Sich-Findens. Dabei erfahren die Adoptiveltern Ablehnung, die auch verletzen kann. 😑 Mach dir klar, dass dein Adoptivkind nicht alles ablehnt, was du für es getan hat, sondern auf dem Weg ist, ein eigenständiger Mensch zu werden. Nach wie vor solltest du dem Kind nichts vorenthalten, weder Liebe noch Informationen noch Unterstützung. 👐

 

Bindungsaufbau zu Adoptivkindern

 

Verhaltensforscher beschreiben den Beginn der Beziehung zu einem Adoptivkind auch als “soziale Geburt”. Meist ist dies der Moment, in dem die Adoptiveltern das Kind zum ersten Mal sehen. Auch wenn das natürlich anders abläuft als eine “leibliche” Geburt 🤰, so sind die Emotionen doch vergleichbar intensiv. In der späteren Entwicklung der Beziehung musst du die “fehlende Verwandtschaft”, die euch trennt, aber nicht ausklammern. Das Vertrauen, das ein Adoptivkind entwickelt, wenn du offen und ehrlich bist, bindet mehr als jedes Geheimnis. 👌


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