DEUTSCH

Deutsche Grammatik einfach erklärt: Eine Übersicht über die 4 Basics!

 

Kapitel

1.  Die wichtigsten Wortarten auf einen Blick!
2. Die 4 Fälle im Deutschen!
3. Die 6 Zeitformen der deutschen Sprache!
4. Satzglieder bestimmen!

 

Adjektiv oder Adverb? Perfekt oder Präteritum? Und wie war das noch mal mit den vier Fällen? Die deutsche Grammatik wirkt auf den ersten Blick ziemlich knifflig. Wir finden: So schwierig ist das gar nicht mit den verschiedenen Zeitformen, Fällen und Wortarten. Eigentlich ist es sogar ganz einfach, nur wird es oft unnötig kompliziert erklärt. Mit unseren 4 Grammatik-Basics verschaffen wir dir einen Überblick über die deutsche Grammatik! 💪

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Die wichtigsten Wortarten auf einen Blick! 💡

 

Zuallererst ist es wichtig, dass Schüler sich über die verschiedenen Wortarten des Deutschen im Klaren sind und diese unterscheiden können. 🤔

Alle Wörter, die dieselben Merkmale haben, werden zu einer Wortart zusammengefasst. Die klassische deutsche Grammatik unterscheidet 10 Wortarten – die 8 wichtigsten wirst du gleich besser kennenlernen! ⬇️

 

📣 Hauptwörter (Substantive/Nomen)

Hauptwörter benennen Lebewesen, Pflanzen, Dinge, Vorgänge und Gefühle. „Haus“, „Mädchen“, „Zeugnis“, aber auch „Glück“, „Seele“ und „Spaß“ sind Nomen. Die Wörter dieser Wortart werden immer großgeschrieben. 🏠

 

📣 Zeitwörter (Verben)

Verben sind besonders wichtig! Sie drücken eine bestimmte Tätigkeit aus, zum Beispiel „schwimmen“ oder „lernen“. Verben sind veränderbar – das nennt man „konjugieren“. Beim Konjugieren unterscheidet man zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Verben. 🏊‍♀️

 

📣 Eigenschaftswörter (Adjektive)

Adjektive beschreiben, wie etwas ist. Kinder zum Beispiel sind klein, Erwachsene groß. „Klein“ und „groß“ sind Adjektive. Eigenschaftswörter können gesteigert werden: klein – kleiner – am kleinsten. 🤏

 

📣 Umstandswörter (Adverbien)

Adverbien beschreiben die Umstände einer Tätigkeit oder eines Vorgangs genauer. Zum Beispiel: „Um 8 Uhr ist der Schüler schon im Klassenzimmer.“ In diesem Satz ist „schon“ ein Adverb. ⏲️

 

📣 Fürwörter (Pronomen)

Pronomen begleiten oder ersetzen Substantive. „Du“ in dem Satz „Du bist ein guter Schüler.“ ist ein Pronomen. Genauso wie „unser“ in dem Satz „Unser Lehrer ist toll!“. Es gibt Personalpronomen, Reflexivpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen, Relativpronomen und Interrogativpronomen. ✅

 

📣 Artikel

Artikel begleiten Substantive. Zum Beispiel „der“ bei „der Schüler“. Das ist ein bestimmter Artikel. „Ein“ ist ein unbestimmter Artikel. Wie in „ein Schüler“. 🧑‍🎓

 

📣 Vorwörter (Präpositionen)

Präpositionen stellen Beziehungen zwischen Personen, Dingen oder Vorgängen her. In folgendem Satz wird zum Beispiel ein lokales (örtliches) Verhältnis hergestellt: „Der Schüler geht zur Schule.“ „Zur“ ist eine Präposition. ➡️ 🏫

 

📣 Bindewörter (Konjunktionen)

Konjunktionen verbinden Wörter, Sätze oder Satzteile miteinander. „Und“ ist eine typische Konjunktion: „Im Sommer scheint die Sonne und es ist warm.“ 🌞

 

Die 4 Fälle im Deutschen! 💡

 

Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ heißen die 4 Fälle der deutschen Sprache. Der grammatische Fall wird auch „Kasus“ genannt. Die Form eines Nomens verändert sich, je nachdem, welchen Kasus es hat. Das nennt man „deklinieren“. ✅

 

➡️ Nominativ (1. Fall): der Schüler (Der Schüler geht gern zur Schule.)

➡️ Genitiv (2. Fall): des Schülers (Die Schultasche des Schülers ist sehr schwer.)

➡️ Dativ (3. Fall): dem Schüler (Mathematik fällt dem Schüler leicht.)

➡️ Akkusativ (4. Fall): den Schüler (Der Lehrer unterrichtet den Schüler.)

 

Mit einer Frage kann man herausfinden, welchen Fall ein Wort hat. Nach dem Nominativ fragt man mit „Wer oder was?“. Schauen wir uns das mal bei folgendem Beispielsatz an: „Der Schüler geht gern zur Schule.“ Dazu können wir die Frage stellen: „Wer geht gern zur Schule?“ Das Nomen „der Schüler“ steht also im Nominativ. 💡

Das funktioniert auch mit den anderen drei Fällen. Nach dem Genitiv fragt man mit „Wessen?“, nach dem Dativ mit „Wem?“ und nach dem Akkusativ mit „Wen oder was?“. ☑️

Gar nicht so schwer, nicht wahr? Auf jeden Fall sollten wir froh sein, dass es im Deutschen nur 4 Fälle gibt. Das Ungarische kennt zum Beispiel 18 Kasus! Da gibt es um einiges mehr zu lernen! 😱

 

Die 6 Zeitformen der deutschen Sprache! 💡 

 

Die Zeitformen (Tempora) verwenden wir, um auszudrücken, dass etwas in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft passiert. Dabei musst du nur auf das Verb achten: das verändert sich nämlich, je nachdem, welche Zeitform verwendet wird. ⏰

Für die Zeitformen ist der Unterschied zwischen schwachen und starken Verben wichtig. Schwache Verben haben in allen Zeitformen denselben Wortstamm: ich lerne – ich lernte („lern“ ist der Wortstamm). Bei starken Verben verändert sich der Wortstamm: ich lese – ich las (aus „e“ wird „a“). 😮

Im Deutschen gibt es 6 Zeitformen.

Die schauen wir uns jetzt gleich genauer an! ⬇️

 

📣 Gegenwart

Die Gegenwart – also das, was jetzt gerade passiert – nennt man Präsens: „ich lerne“. ↔️

 

📣 Vergangenheit

Im Deutschen gibt es 3 Vergangenheitsformen: Das Präteritum (Vergangenheit): „ich lernte“, das Perfekt (vollendete Gegenwart): „ich habe gelernt“ und das Plusquamperfekt (Vorvergangenheit): „ich hatte gelernt“. ⬅️

 

📣 Zukunft

Die Zukunft nennt man Futur I: „ich werde lernen“. Die Vorzukunft heißt Futur II: „ich werde gelernt haben“. ➡️

 

Satzglieder bestimmen! 💡

 

Jeder Satz besteht aus mehreren Bestandteilen. Zwei Bestandteile sind besonders wichtig: das Subjekt und das Prädikat. Ohne diese beiden Satzglieder ist ein Satz kein vollständiger Satz. Außerdem gibt es noch mehrere Objekte. ⬇️

 

📣 Subjekt

Das Subjekt steht immer im Nominativ. Es beschreibt, wer oder was etwas tut. Erkennst du das Subjekt in diesem Satz? „Der Schüler lernt Mathematik.“ „Der Schüler“ ist das Subjekt. 👦

⚠️ Achtung: Satzglieder sind nicht dasselbe wie Wortarten. Das Subjekt ist also nicht automatisch ein Substantiv. In dem Satz „Ich lerne.“ ist zum Beispiel „Ich“ das Subjekt. Und „ich“ ist kein Substantiv, sondern ein Personalpronomen. Ein Satzglied kann auch mehrere Wörter umfassen. So wie in dem Satz „Der Schüler lernt Mathematik.“ Der Artikel „der“ und das Substantiv „Schüler“ bilden gemeinsam das Subjekt. ☑️

 

📣 Prädikat

Das Prädikat sagt aus, was in dem Satz passiert. Es ist immer ein Verb (Wortart). In dem Satz „Der Schüler lernt Mathematik.“ ist „lernt“ das Prädikat. In diesem Fall ist es ein einteiliges Prädikat. Es gibt jedoch auch mehrteilige Prädikate. Zum Beispiel hier: „Der Schüler hat Mathematik gelernt.“ In diesem Satz wird das Perfekt des Verbs „lernen“ verwendet. Und das hat zwei Teile, nämlich „hat“ und „gelernt“. Diese beiden Wörter sind unser Prädikat. ☑️

 

📣 Objekte

Objekte sind Ergänzungen zum Prädikat. Die beiden wichtigsten heißen Dativobjekt und Akkusativobjekt. In unserem Satz „Der Schüler lernt Mathematik.“ ist „Mathematik“ das Akkusativobjekt. Ein Dativobjekt gibt es in folgendem Satz: „Der Lehrer hilft dem Schüler.“ „Dem Schüler“ ist unser Dativobjekt. 💡

Mit diesen 4 Grammatik-Basics hast du erst mal einen grundlegenden Überblick über die deutschen Grammatik. Wenn du mehr erfahren willst oder Fragen dazu hast, vereinbare gleich eine kostenlose Probestunde bei GoStudent! So wird dein Kind zum Deutsch-Ass! 💪 🚀

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