ERZIEHUNG

Unkonventionelle Familienstrukturen erklärt

Kapitel

  1. Welche Familienformen und Familienmodelle gibt es?
  2. Herkunftsfamilie, Wahlfamilie, erweiterte Familie
  3. Worauf es beim Zusammenleben in der Familie ankommt

Das Zusammenleben in einer Familie 🏡 ist auf viele verschiedene Arten möglich. Neben der traditionellen Familienstruktur 👪 gibt es heute viele weitere Formen und Modelle. Wie Kinder aufwachsen hängt dabei nicht nur davon ab, wann sich zwei Lebenspartner entscheiden, eine Familie zu gründen, sondern auch davon, in welcher Konstellation 🌌 sie zusammenkommen. GoStudent gibt dir eine Übersicht über traditionelle und unkonventionelle Familienstrukturen wie Patchworkfamilien.

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Welche Familienformen und Familienmodelle gibt es?

 

Patchworkfamilie hast du bestimmt schon einmal gehört, doch wie sieht so eine Familienform eigentlich aus? Unser Überblick erklärt die Ansätze hinter unterschiedlichen Modellen. 🏗️ Die Familienstruktur an sich hat übrigens nichts mit dem Erziehungsstil zu tun! 

Kernfamilie

Der Begriff Kernfamilie ⚛️ bezeichnet eine “klassische” Familienstruktur mit Vater-Mutter-Kind 👨👩👶 beziehungsweise mehreren Kindern. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern verheiratet sind. Die Kernfamilie entspricht in Deutschland bei vielen noch dem traditionellen, konventionellen oder auch konservativen Bild der Familienform. Wichtig ist aber, dass die Bezeichnung allein nichts mit traditionellen Geschlechterrollen zu tun hat. 👪

Großfamilie, Kleinfamilie, Mehrgenerationenfamilie

Unter einer Großfamilie verstand man früher das Zusammenleben von Großeltern, Eltern und Kindern, also drei Generationen. 👴👵👨👩🧒👧👶 Dem gegenüber steht die Kleinfamilie mit nur zwei Generationen. Inzwischen ist der Sprachgebrauch aber so, dass eine Großfamilie häufig eine Mehrkindfamilie meint. Wie viele Kinder darin enthalten sind, ist subjektiv: Eine Großfamilie kann also mindestens zwei oder drei Kinder 👶 beinhalten.

Alleinerziehende Eltern

Du kennst bestimmt die Bezeichnungen “Single Mom” 👩‍👦 oder auch “Single Dad” 👨‍👧 aus dem Englischen. Im Deutschen sagen wir häufig alleinerziehend dazu, du kannst aber ebenso gut Single Mama oder Papa sagen. Auch Ein-Eltern-Familie ist möglich, die Begriffe bezeichnen aber alle dasselbe: Ein Kind oder mehrere Kinder leben größtenteils mit nur einem Elternteil zusammen. 👨‍👧‍👧👩‍👧‍👧 Ob die Eltern getrennt oder geschieden sind, ist dabei egal.

Alleinerziehend oder nicht ist nicht das, was man unter Elterntyp versteht. Damit meinen wir in der Regel die Herangehensweise an das “Elternsein” oder eben die Erziehung des Kindes, und das ist unabhängig von der Familienform. 🐤

Patchworkfamilie

“Patchwork” aus dem Englischen bezeichnet Flickwerk, und das ist das Bild 🎆 dieser Familienstruktur: ein Flickenteppich, der bunt 🦄 zusammengesetzt ist. Stieffamilie ist ein älteres Wort dafür, allerdings ist es nicht für alle Mitglieder eine Stieffamilie. Bei diesem Familienmodell sind unterschiedliche Konstellationen möglich. Ein oder beide Partner bringen Kinder mit und haben eventuell auch noch gemeinsame Kinder. 🚸

Verheiratet oder nicht spielt auch hier keine Rolle, ebenso ist es unerheblich, woher die Kinder stammen. Es können auch verschiedene Konstellationen beim Sorgerecht möglich sein, etwa dass sich jeder Partner das Sorgerecht mit jemand außerhalb dieser Patchworkfamilie teilt.

Pflegefamilie und Adoptionsfamilie

Im Grunde sind auch diese Familienformen eine Patchworkfamilie. In der Pflegefamilie leben 👼 Pflegekinder, und zwar in der Regel nur vorübergehend. Die Pflegefamilie kümmert sich um das Pflegekind, etwa bis sich Adoptiveltern finden oder bis die leiblichen Eltern wieder die Sorge 🍼 übernehmen können. Die Adoptionsfamilie adoptiert ein Kind, das nicht das eigene ist. Dieses kann manchmal aber schon vorher mit der Familie leben, also in der Struktur einer Pflegefamilie.

Je seltener ein Pflegekind die Umgebung oder die Familie wechseln muss, desto besser ist es für sein Aufwachsen in einer verlässlichen und vertrauten Umgebung. Pflegefamilien übernehmen daher oft langfristig die Verantwortung. 🧸

Regenbogenfamilie

Die Regenbogenfamilie 🌈 bezeichnet das Zusammenleben eines gleichgeschlechtlichen Paares sowie zwei oder mehreren LGBTQ+ 🏳️‍🌈 Lebenspartnern. Auch hier sind unterschiedliche Konstellationen 👩‍👩‍👦👨‍👨‍👦 möglich, denn jede Regenbogenfamilie kann natürlich auch eine Patchworkfamilie sein, wenn ein Partner ein Kind mit in die Familie bringt. Der Begriff Regenbogenfamilie deckt jede nicht-binäre Geschlechtsidentität 🧁 ab, aber definiert nicht, ob die Partner verheiratet sind oder sich in einer eingetragenen Partnerschaft befinden.

Co-Elternschaft und soziale Elternschaft

Manche Singles haben einen Kinderwunsch 🚼 ohne Lebenspartner und bekommen in Einverständnis mit jemandem ein Kind, ohne eine Liebesbeziehung zu haben. Diese Familienform nennt man auch Co-Elternschaft. Es kann sein, dass sich die Co-Eltern das Kind “teilen” ➗, oder dass ein Elternteil eine untergeordnete Rolle spielt und das Kind eigentlich in einer Ein-Eltern-Familie aufwächst.

Die soziale Elternschaft ist ein Familienmodell, bei dem eine Person für ein nicht-leibliches Kind eine zentrale, Eltern-ähnliche Rolle übernimmt, vergleichbar mit einer Patenschaft. Dabei kann es sich um Verwandte wie Onkel oder Tante handeln, muss es aber nicht. 🤹🏻

 

Herkunftsfamilie, Wahlfamilie, erweiterte Familie

 

Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, oder doch? Die Herkunftsfamilie bezeichnet die Geburtsfamilie. 🐣 Die Wahlfamilie ist ein dehnbarer Begriff: Für ein Kind  kann die Wahlfamilie 🐥 die Adoptionsfamilie sein oder die Großeltern 👴👵, bei denen es aufwächst. Aber auch als Erwachsener kann man die Familie “wechseln” 🔄 und eine Partnerschaft, eine Wohngemeinschaft oder einen Freundeskreis zur Wahlfamilie erklären.

Die erweiterte Familie ist ähnlich und das Wort kann Unterschiedliches bezeichnen, etwa den größeren Kreis ⭕ um eine Familie herum, beispielsweise nur mit Verwandten oder auch mit Freunden oder einer Religionsgemeinschaft. Die erweiterte Familie kann auch die Leihmutter 🤰 eines Paares einschließen. Je nachdem, welche Rolle diese im Leben des Kindes spielt, handelt es sich hier natürlich wieder um eine Form der Patchworkfamilie.

 

Worauf es beim Zusammenleben in der Familie ankommt

 

Wichtig ist, dass alle diese Begriffe für Familienstrukturen und Familienformen nicht wertend sind. Kein Familienmodell ist grundsätzlich besser oder schlechter ⚖️ als ein anderes, wenn es um das Wohl des Kindes und das Zusammenleben geht. Einem oder deinem Kind ist es egal, mit welcher konventionellen oder unkonventionellen Familienstruktur ihr euch identifiziert. Die Bedürfnisse, Wünsche und Fragen 🤔 des Kindes bleiben dieselben.

Kinder brauchen Liebe 💖, Fürsorge und stabile Beziehungen zu unterstützenden Erwachsenen, um positive Erfahrungen in einem stabilen Umfeld machen zu können. Das ist in jeder Familienform möglich. 

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