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Leichter Auswendiglernen: Mit diesen 9 effektiven Tipps gelingt’s | GoStudent

Geschrieben von Jakob Straub | 25.01.2022 07:00:00

 

Kapitel:


  1. Die 9 besten Tipps zum Auswendiglernen
  2. Wähle die passende Methode fürs Auswendiglernen
  3. Was du beim Auswendiglernen vermeiden solltest
  4. Fazit: Keine Angst vor dem Auswendiglernen

Auswendiglernen klingt für manche langweilig und öde, das wissen wir. 🥱 Aber dennoch ist Auswendiglernen eine wichtige Fähigkeit, die dir zum Beispiel bei Prüfungen, aber auch sonst im Alltag sehr nützlich sein kann. 🧰

Mit ein paar Kniffen lässt sich das Auswendiglernen leichter und effizienter gestalten. 🧩 Unsere Tipps & Tricks für jung & alt zeigen dir, wie du Dinge besser auswendig lernen kannst. 👍

Die 9 besten Tipps zum Auswendiglernen

 

Auswendiglernen verbinden wir leider zu oft mit unangenehmen Situationen wie etwa dem Aufsagen von etwas vor Publikum, ob das nun die Verwandtschaft, eine Schulklasse, die Kommilitonen in der Vorlesung oder die Mitarbeiter im Meeting sind. 😟 In der Schule müssen wir zum ersten Mal im größeren Stil Dinge auswendig lernen. Manchmal bleibt bei uns das Bild vom Lernen durch Wiederholung als “gestrige” Lernmethode hängen. 📅

Dabei lernen wir schon sehr früh so ziemlich alles durch Wiederholung. 👶 Schüler probieren auch immer neue Variationen aus, weshalb wir nicht ans Auswendiglernen denken, wenn sie erste Schritte gehen. 👼 Im Grunde festigt sich aber auch unser Gang 🚶 nur durch die Wiederholung derselben Bewegungen. Beim Auswendiglernen wiederholen wir auch etwas, bis es eben “sitzt”. 🪑

Übrigens: Niemand hat von Natur aus “ein schlechtes Gedächtnis”, höchsten ein schlecht trainiertes.  Es ist nicht so, dass Dinge wieder aus dem Kopf herausfallen, wenn wir mehr behalten wollen. 🍃 Im Gegenteil, je häufiger und je mehr wir auswendig lernen, desto mehr können wir uns merken.  Die folgenden Tipps helfen dir dabei!

1. Mnemotechiken nutzen

Mnemotechniken sind Tricks, die beim Aneignen und Merken von Wissen helfen. Einer der bekanntesten Kniffe dieser Art ist die Eselsbrücke. 🌁 Damit stellst du über einen kleinen Umweg eine Verbindung her, um dir den Lerninhalt besser merken zu können, etwa mit einem Merksatz. “Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel” ist beispielsweise ein Satz, der die Anfangsbuchstaben der Planeten in unserem Sonnensystem in die richtige Reihenfolge bringt: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun.

Sehr effizient ist auch die Loci-Methode (lat. Plural von "locus" für "die Orte"). 🏘️ Dabei handelt es sich um eine Art Erinnerungsroute im Kopf, die du immer wieder “ablaufen” kannst. 🚏 Entlang der Route gibt es verschiedene 🚉 Stationen, etwa die Zimmer der Wohnung. Willst du dir nun deinen Einkaufszettel merken, legst du den ersten Gegenstand auf der Liste am ersten Ort ab, den zweiten an der zweiten Station usw.: Flur: Milch, Küche: Brot, Wohnzimmer: Taschentücher.

Es kann sich aber auch um einen Fantasie-Ort handeln oder fiktive Orte aus einer Geschichte-Hauptsache, dein Kind kann sich alles merken. 🛕 Jede Station verknüpfst du beim Auswendiglernen mit einem anderen Wissensschnippsel. 🔖 Durch das Abschreiten der gesamten Route lässt sich die Information abrufen.

Die Alphabet-Methode ist ein weiterer Trick fürs Auswendiglernen. Dabei weist du jedem Buchstaben ein Bild zu, etwa 🍎 A für Apfel, D wie Dackel 🐾 und T wie Trompete. 🎺 Eine lange Buchstabenfolge 🔤 kannst du dir nun als Bilder merken. Um diese in eine Reihenfolge zu bringen und noch besser abzuspeichern, denkst du dir eine Geschichte zu den Bildern aus. 🖼️

2. Aufbereitung der Information

Wir alle können uns kurze Dinge beziehungsweise kleine Informationseinheiten 🎞️ besser merken als lange Texte, Zahlenfolgen oder Abschnitte. Das Zerlegen in kleinere Teile ist ein hilfreicher Trick, wie sich Sachen trotzdem behalten lassen. Im Alltag verwenden wir alle diese Methode, um uns beispielsweise Telefonnummern, Geheimzahlen oder Passwörter zu merken. ☎️

Lassen sich die einzelnen Informationseinheiten noch mit einer zusätzlichen Bedeutung verknüpfen, etwa einem Geburtsdatum, einem Ort oder einem Namen, hast du einen weiteren Lern-Trick erfolgreich eingesetzt. 🙆

Strukturierte Information kannst du besser aufnehmen als beispielsweise eine unübersichtliche Mitschrift aus einem Meeting, der Vorlesung oder der Schule. Idealerweise fertigst du schon übersichtliche Mitschriften an. Zum Lernen bietet es sich aber ohnehin an, die Information neu aufzubereiten. Vokabeln, Formeln, Jahreszahlen: Erstelle eine strukturierte Lernvorlage! 📑

Bei langen Texten hilft dir eine Zusammenfassung oder eine Zusammenstellung der wesentlichen Zahlen und Fakten, die es zu verinnerlichen gilt. Gilt es, einen Text wie ein Gedicht auswendig lernen, helfen Reim und Rhythmus, die Sprache zu strukturieren. 🥁 

3. Sprint statt Marathon

Manchmal kann uns die Fülle der auswendig zu lernenden Dinge im wahrsten Sinne “erschlagen”. 🤯 Überforder dich oder dein Kind nicht. So wie das Zerlegen der Information in kleine Häppchen hilfreich ist, kannst du auch die zeitlichen Lerneinheiten einteilen, etwa mit der Pomodoro-Technik. 🍅

Du musst keine Marathon-Sitzungen einlegen beim Auswendiglernen. 25 Minuten intensives Lernen mit einer anschließenden Pause von 5 Minuten ⏲️ mit frischer Luft stellen effektive Sprints 🏃 dar, die du viel besser verkraften kannst als einen “Ausdauerkampf”! 🛡️⚔️

4. Mit allen Sinnen lernen

Das stumme Pauken 😶 ist einer der größten Fehler beim Auswendiglernen. Wer nur das Buch anstarrt und dadurch die Dinge in den Kopf zwingen will, hat keinen Erfolg 🙊 oder braucht wesentlich länger. ⏱️ Beim Lernen kannst du so viele Sinne wie möglich ansprechen, um den Übergang ins Gedächtnis zu beschleunigen. ⏩

Das laute Sprechen und Wiedergeben des Gelernten hilft dabei und ist gleichzeitig ein Üben durch Präsentation. 🗣️ Zu zweit kannst du mit einem Lernpartner oder Schülern im Gespräch lernen. Die Haptik lässt sich durch aktives Schreiben ansprechen, aber auch durch Betätigung der Finger, etwa in der Form eines Stressballs. 🧶

Das Verteilen der Information im Raum 📝 oder in der Wohnung als Klebezettel hilft beim visuellen Lernen und stellt eine Verknüpfung an Orte her. Der visuelle Lerntyp lässt sich bereits bei der Aufbereitung des Materials etwa mit unterschiedlichen Formen und Farben ansprechen. Auch eine Visualisierung im Kopf kann helfen, etwa in der Form eines bildlichen Gedächtnisses, in dem die Information als visuelle Dinge abgelegt werden. 🏰

5. Lernkarten anfertigen

Karteikarten und Lernkarten kommen häufig beim Vokabeln Lernen zum Einsatz. Du kannst du aber zu fast allen Themen Lernkarten erstellen. 📇

Auf der abfragenden Seite steht eine Frage oder ein Begriff. Auf die Informationsseite schreibst du die Bedeutung oder eine Zusammenfassung. ✍️ Dafür lassen sich auch Zeichnungen ✏️ und visuelle Erklärungen verwenden.

6. Passende Umgebung schaffen

Finde heraus, in welcher Umgebung du dich besonders gut konzentrieren kann. Meist hilft es, Störquellen und Ablenkungen 📱 zu reduzieren oder zu beseitigen. Ein aufgeräumter Schreibtisch kann hilfreich sein und für die Dauer des Auswendiglernens kannst du Handy und Computer ausschalten. 🤳

Zwinge Schüler aber nicht zu einer bestimmten Haltung oder einer Vorgabe: Manche Menschen lernen tatsächlich am besten, wenn sie dabei auf und ab gehen oder auf dem Rücken liegen. 🧍 Musik können wir als störend empfinden, sie kann aber auch die Konzentration fördern. 🎧 Wichtig ist die ehrliche Bewertung, welche Dinge zuträglich und abträglich sind. Die Aussicht auf eine Belohnung nach dem Auswendiglernen kann die Motivation steigern. 

7. Reduzieren beim Wiederholen

Hast du alle Information aufbereitet und dir das Wissen in mehreren Runden angeeignet, geht es ans Festigen durch Wiederholen. 🔁 Dabei reduzierst du schrittweise, was zu wiederholen ist. Alle Vokabeln, Daten oder Formeln, die du wirklich schon in- und auswendig kannst, musst du nicht endlos wieder aufsagen.

Die entsprechenden Lernkarten legst du beiseite oder streichst die Dinge von einer Liste ab. Das visualisiert den Fortschritt und schafft ein Gefühl der Befriedigung, wenn die zu lernenden Dinge immer weniger werden. ✅

8. Lernblatt anfertigen

Das Lernblatt oder der Lernzettel ist eine Übersicht aller (wichtigen) Dinge, die der Lernende auswendig können muss. Du kannst das Lernblatt einmal zu Beginn anfertigen, aber auch auch am Ende. 🗒️ Schreibe alles aus dem Gedächtnis auf und vergleich das Ergebnis, ob auch nichts vergessen wurde. Die Niederschrift hilft auch, die Information zu strukturieren.

In der Prüfungssituation kann allein die Vorstellung des Lernblatts helfen: Du erinnerst dich, an welcher Stelle auf dem Zettel die gesuchte Information zu finden ist. Das funktioniert wie ein “erlaubter” Spickzettel. Das Lernblatt eignet sich auch für die kurzfristige Wiederholung. 📓

9. Im Schlaf lernen?

Keinesfalls sollten wir lernen statt zu schlafen. 😴💤 Der Verzicht auf ausreichend Schlaf kann nicht nur das langfristige Erinnern blockieren, sondern auch durch Übermüdung zu einem schlechten Prüfungsergebnis führen. 🥱

Vor dem Schlafengehen bietet es sich aber an, noch einmal wichtige Lernkarten oder den Lernzettel durchzugehen. Während des Schlafs stellt das Gehirn Verbindungen her und verarbeitet das Gelernte, um es im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Dieser Prozess funktioniert noch besser, wenn wir vor dem Schlafen allzu Ablenkendes und Aufregendes in der Form von TV oder Computerspielen vermeiden. Eine Geschichte beziehungsweise leichte Lektüre kann aber beim Einschlafen helfen. 🛌

 

Wähle die passende Methode fürs Auswendiglernen

 

Ablenkungen ausschalten oder verringern ist eine Sache beim Auswendiglernen, aber wir alle haben innere Ablenkungen.  Gerade, wenn wir eine Abneigung gegen das Auswendiglernen empfinden, drifter der Kopf schnell ab. 😑 Finde etwas, das diesen Impuls blockiert. 🤨 Oft handelt es sich dabei um etwas Stimulierendes wie eben Musik oder Bewegung, es kann aber auch Zeichnen oder Kritzeln sein oder haptische Beschäftigung (Fidget-Spinner, Finger-Popper). 🤔

Bei der passenden Methode fürs Auswendiglernen finden immer wieder die vier Lerntypen Erwähnung: Hören, Lesen, Schreiben, Reden entsprechen dem auditiven, visuellen, haptisch-motorischen und kommunikativen Lerntyp. Allerdings steht die Vorstellung der Lerntypen auch immer wieder in der Kritik. 😬

Trotzdem kann eine Methode für Schüler besser funktionieren als eine andere, wenn es nämlich um die Motivation geht. 😀 Ein Lern-Marathon mit stundenlangem Stillsitzen begeistert niemanden. Gehst du die Sache aber auch als eine Art Experiment im Lernen an mit Pomodoro-Technik und weiteren Methoden, kannst du die Motivation und damit den Erfolg sicherlich steigern. 🤪

 

Was du beim Auswendiglernen vermeiden solltest

 

Um das Auswendiglernen kommen wir oft nicht herum, als Schüler und als Erwachsene. Je früher wir lernen, uns Wissen anzueignen und dieses langfristig abzuspeichern, desto zuverlässiger können wir dieses Hilfsmittel ein Leben lang hilfreich einsetzen. ⛑️

Noch nachhaltiger ist das gemeinsame Lernen, wenn wir ein paar Dinge vermeiden. Zuerst ist da die sogenannte “Lern-Bulimie” zu nennen. Dabei handelt es sich um das Pauken für die Prüfung—und sonst nichts: man hämmert den Stoff in den Kopf beziehungsweise das Kurzzeitgedächtnis, um das Gelernte dann während der Prüfung wiederzugeben (auszuspucken) 🤮 und danach schnell zu vergessen.

Dem lässt sich mit der richtigen Einstellung vorbeugen: Stress und Anspannung fördern den Lernprozess nicht, aber Langeweile und Gleichgültigkeit auch nicht. Beim gemeinsamen Lernen, etwa mit Partner oder Kind, leistet der Lernende die eigentliche Arbeit selbst—und lernt “für sich” anstatt um einen anderen zufriedenzustellen. 🧑‍🎓 Mit positiven Bestärkungen und Lob für erreichte “Meilensteine” können wir hier Einfluss nehmen.

Achte auch darauf, sonst nichts in dich hineinzustopfen, was das Lernen blockiert: Koffein und Zucker helfen der Konzentrationsfähigkeit höchstens kurzfristig, eine ausgewogene Ernährung, Brainfood und genügend Schlaf fördern das Lernen aber nachhaltig. 🧑‍🏫

Suchst du noch mehr Kniffe zum Lernen? Wir zeigen dir 5 effiziente Wege, das Lernen zu erleichtern! 📜

 

Fazit

 

Beim Auswendiglernen begehen wir einen häufigen Fehler bereits, bevor wir überhaupt angefangen haben: Wir stellen uns den Moment 🕒 vor, an dem wir endlich fertig sind und den “Berg von Wissen” bezwungen haben. 😌 Wir sehnen den Endzustand herbei, lassen uns aber vom vermeintlich schweren Weg dahin abschrecken. 😒 Prokrastination und Verlust der Aufmerksamkeit oder Produktivität sind die Folge. 🥴

Unsere genannten Tipps helfen dir nicht nur mit verschiedenen Methoden bei der Aneignung der Lerninhalte, sie geben dir auch Möglichkeiten zur Strukturierung und Einteilung. 📈 Wenn du dir vor Augen hältst, dass du nicht alles auf einmal bewältigen musst, sondern sowohl mit Lerneinheiten als auch Zeiteinheiten arbeiten kannst, wird die Sache viel erträglicher. 👌

Es ist wie beim Auswendiglernen eines Gedichts: Lies dir nicht alles auf einmal durch, um dann zu versuchen, das gesamte Gedicht aus dem Kopf zu zitieren. Gehe Strophe für Strophe vor und du wirst sehen, dass sich die einzelnen Teile dadurch schneller zusammenfügen lassen. 💁 Viel Erfolg!