Themen: Lerntipps

Es gibt viele Fallen, in die die meisten Schüler beim Lernen tappen. Mythen darüber, wie Menschen besser lernen, und falsche Vorstellungen darüber, was eigentlich funktioniert und was nicht, können dazu führen, dass sie ineffektive Strategien anwenden.

Nachfolgend haben wir 8 häufige Dinge aufgelistet, die Schüler tun, die sie jedoch mehr behindern als ihnen helfen

 

1. Nur eben mal die Notizen zu Hause durchlesen

Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass 84% ​​aller Schüler so lernen, dass sie nur zu Hause ihre Notizen nochmal lesen. 55% von ihnen stufen dies als ihre Strategie Nummer Eins ein.

Das erneute Lesen von Notizen ist eine so schlechte Technik, weil die Schüler am Ende nur einen Text nachzeichnen, ohne den Inhalt verstehen zu können. Dies bedeutet, dass die Essenz des Themas nicht in ihr Langzeitgedächtnis fällt.

Eine viel effektivere Strategie wäre die Verwendung einer Extraktionspraxis, die auch als „Testeffekt“ mit sich bringt. Die Schüler generieren Antworten auf Fragen, um ihre Fähigkeit zu trainieren, sich an das Material zu erinnern.

 

2. Frühstück überspringen

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Über 60% der Jungen und 70% der Mädchen im Teenageralter verzichten auf das Frühstück, obwohl es die wichtigste Mahlzeit des Tages ist.

Es hat sich gezeigt, dass ein Mangel an Frühstück die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis beeinträchtigt. In einer bestimmten Studie zeigten Schüler, die das Frühstück verpasst oder einfach nur einen Energy-Drink getrunken hatten, deutlich schlechtere Fähigkeiten zur Aufzeichnung von Informationen als diejenigen, die etwas zu sich genommen hatten.

 

3. “Mit Hilfe von Musik kann ich mich am besten konzentrieren.”

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Manche Schüler glauben fälschlicherweise, dass das Hören ihrer Lieblingsbands während des Lernprozesses ihnen hilft, besser damit umzugehen, aber das hat sich als nicht wahr erwiesen. Das Hören von Musik verbessert einfach ihre Stimmung.

Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab jedoch, dass Schüler, die sich in einer ruhigen Umgebung auf eine Prüfung vorbereitet haben, ein besseres Ergebnis als mehr als 50% derjenigen, die Musik mit Lyrics während des Lernens gehört haben, hatten.

 

4. Der Versuch, die Hausaufgaben in Sichtweite des Handys zu erledigen

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Multitasking ist ein Mythos. Viele Schüler glauben, dass sie sich effizient auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren können, zum Beispiel, Hausaufgaben machen und gleichzeitig Nachrichten beantworten.

Multitasking ist jedoch selten möglich und führt dazu, dass Schüler Fehler machen und ihre Produktivität verringern: Es ist schlichtweg eine Zeit-, Konzentrations- und Energieverschwendung, non-stop von einer Aufgabe zur anderen zu wechseln.

 

5. Notizen im Unterricht Wort für Wort machen

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Im Unterricht sind die Schüler oft daran gewöhnt, das, was der Lehrer sagt, Wort für Wort  aufzuschreiben. Diese Technik ist jedoch unwirksam und das Ergebnis ist nur ein oberflächliches Auswendiglernen.

Im Gegenteil, selektives Notieren in eigenen Worten hilft den Schülern, mehr Zeit damit zu verbringen, Informationen zu verarbeiten und sie in ihr Gehirn einzubetten.

Die Verwendung eines Stifts und Papiers anstelle eines Laptops ist eine Möglichkeit, wörtliche Notizen zu reduzieren.

 

6. Die schwierigste Aufgabe auf das Ende verschieben

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Je schwieriger die Aufgabe, desto mehr Energie und Konzentration brauchen wir, um sie zu erledigen. Daher ist es für die meisten Schüler sinnvoll, gegen 10 Uhr morgens an ihren schwierigsten Aufgaben zu arbeiten, wenn ihre täglichen biologischen Uhren am wachsamsten sind. Die Verschiebung dieser Aufgaben auf einen späteren Zeitpunkt erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie einfach am nächsten oder am übernächsten Tag erledigt werden.

Aber am folgenden Tag kommen auch neue Aufgaben!

 

7. Büffeln kurz vor der Wiederholung

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Die Schüler versuchen oftmals, in den letzten Tagen vor ihren Prüfungen so viele Informationen wie möglich aufzunehmen.

Das ist jedoch eine ineffektive Methode: Wenn es darum geht, Prüfungen gut zu bestehen, ist weniger Lernen oft für das Langzeitgedächtnis viel besser als zu viel auf einmal.

 

8. Nicht genug frische Luft hereinlassen

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In einer von Technologie geprägten Welt schließen sich viele Schüler in Innenräumen ein und verbringen Stunden am Handy, spielen oder chatten.

In der Tat ist es für sie und natürlich für alle lebenswichtig, genügend frische Luft zu bekommen, da das eine heilende Wirkung auf ihr Gehirn und das allgemeine Wohlbefinden hat.

Eine britische Studie ergab, dass ein kurzer Spaziergang, selbst für nur 12 Minuten, die Laune, die Aufmerksamkeit und das Selbstvertrauen der Schüler aufpeppen kann.

 

Wenn die Schüler sich dieser häufigen Fehler bewusst werden, können sie effektiver und effizienter lernen, was sowohl weniger Stress als auch bessere Noten bedeutet.

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