E-Learning, Homeschooling, Online-Unterricht - diese Begriffe liefen uns bisher eher selten über den Weg. Doch in den letzten Monaten sind sie für viele von uns zur Realität geworden. Auch wenn das Lernen unter Corona-Bedingungen mittlerweile zum Alltag gehört, kann die Motivation bei Schülern nachlassen. Besonders wenn es scheint, als wäre kein Ende in Sicht! 😨

Deshalb kommen hier unsere 7 Tipps, wie ihr eurem Kind dabei helfen könnt, trotz der außergewöhnlichen Situation motiviert zu bleiben und die Lernziele zu erreichen.

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7 Tipps für Lernmotivation im Lockdown 💪

  • Erinnert euer Kind an langfristigen Ziele! 🚀

Zurzeit fühlt es sich oft so an, als könne man die Zukunft der Jüngsten nicht planen. Es scheint ungewiss, was schon die nächste Woche bringen wird. Das kann zur Herausforderung für die psychische Gesundheit werden

Erinnert Schüler daran, dass die aktuelle Situation irgendwann vorübergehen wird und konzentriert euch auf die langfristigen Ziele, die das Kind sich setzen möchte. 

Was möchten Schüler später einmal erreichen und wie kann das Gelernte dabei helfen? 

Versucht euer Kind zu motivieren, indem ihr darüber sprechen, welche Zukunftsmöglichkeiten sich ergeben können. Helft eurem Kind zu erkennen, dass Lernen kein Zwang sein muss. Es kann eine Chance sein, die eigene Zukunft zu formen.

 

  • Trennt Lernraum 📚 und Entspannungsraum! 🛏️

Oft ergibt sich durch die räumliche Trennung von Schule und Zuhause quasi automatisch auch eine Trennung zwischen Schul- und Freizeit. Wenn diese räumliche Trennung wegfällt, ist es nicht mehr so einfach für das Gehirn zwischen Arbeit und Entspannung zu unterscheiden. 

Psychologen empfehlen eine klare Trennung von Freizeit und Arbeit. Vermischen sich Schule und Freizeit, ist es deutlich schwieriger, sich zu erholen und produktiv zu sein.

Deshalb ist es unheimlich wichtig, auch zu Hause eine Trennung vom Lernplatz und Raum für Entspannung zu schaffen. 

Besonders wenn Schüler zu Hause lernen, kann es schwierig sein, genug Räumlichkeiten für getrennte Arbeitsplätze zu schaffen. Versucht dennoch Bereiche abzugrenzen, die ausschließlich zum Lernen gedacht sind.

Stellt sicher, dass es dort ruhig und hell ist.  Bestenfalls entfernt alle Ablenkungen für die Lernzeit. So können Schüler sich besser konzentrieren!


  • Macht Pausen! 🧘

Der beste Weg, um effektiv zu lernen beinhaltet ein gesundes Gleichgewicht zwischen Lernzeit und Pausen. Das Gehirn hat eine bestimmte Aufmerksamkeitsspanne. Es ist praktisch unmöglich, sich dauerhaft über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Laut Studien sinkt die geistige Leistungsfähigkeit nach ca. 45 Minuten konzentrierter Arbeit stark. Dann ist höchste Zeit für eine Pause!

Findet mit eurem Kind zusammen die persönliche Konzentrationsspanne heraus. Wie auch in der Schule, sollte das Kind sich Zeit für Pausen nehmen. Der Vorteil des zu Hause Lernens ist: diese Pausen können nach den individuellen Bedürfnissen von Schülern angepasst werden! 

Pausen können ganz unterschiedlich aussehen. Wenn das Kind das Handy für die produktive Zeit zur Seite legt, kann es zum Beispiel auch eine Social Media Pause einlegen.

Pause machen funktioniert am besten, indem man vom Arbeitsplatz aufsteht. So versteht das Gehirn: Aha, jetzt können wir uns entspannen!

Für frische Gedanken hilft es schon, das Fenster aufzumachen und sich ein bisschen zu bewegen. Besonders wenn der Weg zur Schule wegfällt und es #wirbleibenzuhause heißt, kann es gut tun, ein kleines Workout zu Hause zu machen. Wenn ihr auch von zu Hause aus arbeitet, könnt ihr Kinder dazu motivieren, gemeinsam eine Runde um den Block zu gehen.

Was außerdem gut tut und das Immunsystem stärkt, ist ein gesunder Snack. Lest dazu unseren Blogpost mit ein paar Tipps, wie das Ansteckungsrisiko durch gesunde Ernährung minimiert werden kann.

So könnt ihr auch eine kleine Aufmerksamkeit für euer Kind vorbereiten und es ihm zubereiten, wenn es gerade konzentriert lernt und ihr es nicht stören wollt.

  • Schenkt eurem Kind Anerkennung! 🤗

Vergesst nicht, das Kind zu loben! Es sind ungewohnte und herausfordernde Zeiten für uns alle. Euer Kind wurde aus seinem gewohnten Lernumfeld gerissen und muss sich an eine neue Normalität im Lernalltag gewöhnen. Alleine dafür, dass sich Schüler an diese Umstände anpassen und jeden Tag ihr Bestes geben, verdienen sie Anerkennung und Wertschätzung. Auch wenn vielleicht nicht alles erledigt wurde, obwohl die Ziele gesteckt wurden.

Zeigt eurem Kind, dass ihr seht, was das Kind leistet und sagt ihnen, dass ihr stolz darauf seid!

 

  • Schafft eine passende Lernroutine! ⏰

Versucht einen geregelten Tagesablauf beizubehalten, aber zwingt euer Kind nicht dazu, jeden Morgen um 8 Uhr am Schreibtisch zu sitzen. Die neue Flexibilität kann zu einem großen Vorteil werden! 

Studien belegen, dass der Schulstart um 8 Uhr für viele Jugendliche nicht geeignet ist, da er nicht an ihren Schlafrhythmus angepasst ist. Findet gemeinsam mit eurem Kind heraus, wann es am besten lernen kann. Vielleicht verbringt es lieber bis spät in den Nachmittag Zeit mit seinen Aufgaben, ist aber dafür ausgeschlafen und fühlt sich motivierter und produktiver.

 

  • Nehmt Hilfe an! 🤝

Eine Studie der Uni Wien zum Lernen unter Covid-19 Bedingungen zeigt, dass Schüler es teils schwierig finden, sich selbstständig mit Aufgabenstellungen auseinandersetzen zu müssen. Wenn das Kind Hilfe benötigt mit Lernstoffen, bei denen ihr nicht helfen könnt, ermutigt es, Kontakt mit Klassenkameraden oder Lehrern aufzunehmen. Diese sind schließlich dafür da, dem Kind auf der schulischen Laufbahn weiterzuhelfen. 

Digitale Tools und Online-Plattformen wie GoStudent bieten außerdem vielfältige Möglichkeiten, sich den Lernstoff alternativ und mit professioneller Hilfe anzueignen.

 

  • Zeigt Geduld und Verständnis! 😌

Besonders in dieser herausfordernden Zeit ist es wichtig, dass ihr geduldig seid und euch und eurem Kind erlaubt, auch mal unproduktiv zu sein.

Wenn unser Gehirn mit zu vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt ist, ist es nicht immer einfach, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Vielleicht ist es momentan für das Kind schwieriger, die Gedanken zu kontrollieren. 

Zeigt Verständnis und sprecht darüber, welche Sorgen, aber auch welche Chancen, sich durch diese Zeit ergeben können. 

Wenn ihr offen mit eurem Kind darüber redet,  könnt ihr ihm helfen, den Kopf frei zu bekommen und besser zu lernen.

Und denkt dran: Wir machen nicht immer nur sichtbare Fortschritte durch große Lernerfolge, manchmal machen die kleinen Schritte den Weg zum Erfolg aus!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg mit meinen Lerntipps!

 

Über Marie
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Marie ist GoStudent Lernexpertin in den Bereichen Growth Mindset bei Schülern und Lernmotivation. Sie stellt sich gerne neuen Herausforderungen, um über sich selbst herauszuwachsen und möchte mit Eltern ihre persönlichen Erfahrungen teilen. Marie war lange bei dem Start-Up mySugr im Bereich Content tätig und wohnt derzeit in Schweden, wo sie ihrem Studium Interaction Design nachgeht. Als Expertin für wachstumsorientiertes Denken und mentale Gesundheit unterstützt sie Schüler auf ihrem individuellen Lernweg!💪

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