Motzen, schreien, hauen: Kleine Kinder können ganz schön aggressiv werden. Mia und Sophie backen Sandkuchen, Max zerstört sie. Sophie haut zu. Im Sandkasten geht es oft aggressiv zu. Viele Eltern sind schockiert, wenn ihre Kinder andere schlagen. Und versuchen ihm zu erklären, dass man das nicht tut. Das hilft nicht wirklich. Hier 6 Gründe, warum Kinder zuschlagen:

 

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1. Hauen ist ein Kommunikationsmittel

Viele Kinder kommunizieren oft körperlich. Dabei wollen sie manchmal eigentlich nur sagen: „Ich will spielen“.

Tipp: Statt mit dem Kleinkind zu reden, empfiehlt es sich, die Kinder zu begleiten und Unheil vorausschauend abzuwenden. Man könnte eingreifen, zum Beispiel durch sanftes, beinahe beiläufiges ‚Umlenken‘ der zuschlagenden Gliedmaßen.

2. Kindern fehlen andere Strategien zur Problemlösung

Die eigenen Emotionen können Kinder schnell überfordern. Das gilt beispielsweise, wenn sie frustriert sind – wie im Fall des zerstörten Sandkuchens. Das Stammhirn übernimmt das Kommando und sie verfallen in archaische Muster.

Tipp: Trösten und ein gutes Vorbild sein.

3. Kinder haben selbst Gewalt erfahren

Manche Kinder verhalten sich aggressiv, weil sie gewaltbereite Vorbilder haben oder selbst körperliche Übergriffe erlebt haben.

Tipp: Hier ist entsprechende (therapeutische) Begleitung von allen Beteiligten und eine genaue Betrachtung des Umfeldes notwendig.

 

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4. Kindern fehlt die sensorische Integration

Die sensorische Integration beschreibt die Wahrnehmungsverarbeitung. Das heißt, dieser neurologische Prozess hilft uns, Sinnesreize aufzunehmen, zu ordnen und uns dementsprechend zu verhalten. Manche Kinder haben eine reduzierte Frustrationsgrenze, andere „spüren sich nicht richtig“.

Tipp: In diesem Fall lohnt es sich entsprechende Therapeuten aufzusuchen oder aber Sportarten wie Capoeira, Reiten, Schwimmen, Klettern, etc. zu betreiben.

5. Das Kind versucht, seine Integrität zu schützen

Kleine Kinder hauen auch, wenn sie sich bedrängt oder bedroht fühlen und ihre Abgrenzungsversuche nicht akzeptiert werden.

Tipp: Erwachsene sollten in diesem Fall Innehalten und ihr eigenes Verhalten überdenken. Wenn es um einen Konflikt zwischen Kindern geht, die überfordert sind, ist es wichtig sie empathisch zu unterstützen.

6. Kinder wollen gesehen werden

Wenn kleine Kinder schlagen, suchen sie oft die Beziehung. Denn das aggressive Verhalten ruft die Eltern schnell auf den Plan. „Kinder wollen gesehen werden! Es ist unabdingbar für ihre Entwicklung und es sichert ihnen das Überleben“, erläutert die Bloggerin. Diese Mechanismen seien tief in uns verankert. Wenn Erwachsene Kinder nicht wahrnehmen, können sie nicht überleben. Sie sind abhängig.

Tipp: Vermitteln Sie Ihren Kindern: „Ich sehe dich! Ich bin mit dir verbunden!“, schreibt Aida S. de Rodriguez.
Vielleicht helfen diese Erklärungen einigen Eltern, besser mit ihren schlagenden Kindern umzugehen. Die Autorin unterstreicht vor allem: „Kinder hauen nicht, weil sie böse sind.“

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