ERZIEHUNG

Trotzphase bei Kindern: 7 Tipps, wie Eltern richtig damit umgehen!

Kapitel

  1. Was ist die Trotzphase bei Kindern?
  2. Wann beginnt und endet die Trotzphase?
  3. Warum sind Kinder trotzig?
  4. 7 Tipps für den richtigen Umgang mit trotzigen Kindern
  5. Hilfe: Was tun, wenn mein Kind einen Wutanfall in der Öffentlichkeit hat?
  6. Häufige Fragen

Früher oder später macht sie jedes Kind durch ‒ die unvermeidbare Trotzphase! Dann stehen Wutanfälle und Geschrei an der Tagesordnung und die aufmüpfigen Trotzköpfe erwarten, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen. Keine leichte Zeit für Eltern! Aber bevor du die Nerven wegwirfst: Lies dir meine Tipps durch und du wirst die Trotzphase deines Kindes unbeschadet überstehen. Versprochen! 😉 👍trotziges-kind

1. Was ist die Trotzphase bei Kindern?


Leonie steht mit ihrer Mutter und einem vollgepackten Einkaufswagen an der Supermarktkasse. Da entdeckt sie einen kuscheligen Teddybären, nimmt ihn aus dem Regal und will ihn unter gar keinen Umständen mehr hergeben. „Du hast genug Stofftiere zuhause, leg den Teddy wieder zurück!” fordert ihre Mutter sie auf. Und da geht das Geschrei auch schon los: „Ich will ihn aber haben!” ruft Leonie lauthals, hält den Teddy fest umklammert und beginnt auch noch zu heulen. 🧸 😭

Ganz klar: Leonie befindet sich gerade in der Trotzphase. Was das bedeutet? Toben, heulen, zetern und schreien. Und von Gehorchen kann keine Rede sein. Zu Bett gehen, die Jacke anziehen, den Teller nach dem Essen in die Küche bringen ‒ schon Kleinigkeiten, die deinem Kind gegen den Strich gehen, können eine Trotzreaktion hervorrufen. 😠

Manche Kinder haben richtige Wutanfälle, werfen sich auf den Boden oder schlagen um sich. Die Heftigkeit und Häufigkeit der Trotzreaktionen sind von Kind zu Kind unterschiedlich. 😡

🔥 Aber keine Sorge: Jedes Kind macht früher oder später eine Trotzphase durch. Das ist ganz normal und sogar sehr wichtig für die kindliche Entwicklung. Und: Es ist nur eine Phase! Zwar verlangt sie den Eltern ganz schön viel ab, doch irgendwann ist auch diese nervenzehrende Zeit vorbei! 🙏

Damit du auf die Trotzphase deines Kindes vorbereitet bist, verrate ich dir im nächsten Absatz, wann sie normalerweise beginnt und endet: ⬇️

 

2. Wann beginnt und endet die Trotzphase? 

 

Bei den meisten Kindern beginnt die Trotzphase mit etwa 2 Jahren. Allerdings kann sie auch schon früher anfangen. Manchmal zeigen sich erste Trotzanfälle bereits im Babyalter. Richtig in Schwung kommen die kleinen Trotzköpfe aber doch erst ab 2 Jahren. 🧒 👿

Noch viel wichtiger ist allerdings die Frage: Wann ist die Trotzphase wieder zu Ende? 🤔

Normalerweise beruhigen sich die Wutanfälle ab dem 4. Lebensjahr wieder. Natürlich kommt es aber auf die individuelle Entwicklung des jeweiligen Kindes an: Je nachdem, wie die Phase von deinem Kind bewältigt wurde, kann sie schneller oder langsamer vorübergehen. Bis zur Einschulung mit etwa 6 Jahren haben aber die meisten Kinder die Trotzphase überwunden! 👍

Und vielleicht hast du ja Glück: Es gibt auch Kinder, die kaum rebellieren. Oder nur eine so schwache Trotzphase durchmachen, dass es den Eltern gar nicht wirklich auffällt. 😉

Wenn die Wutanfälle deines Kindes allerdings sehr heftig sind und die Trotzphase auch mit der Einschulung nicht abklingt, solltest du dir vielleicht Hilfe holen. Mehr darüber erfährst du weiter unten! ⬇️

Warum sind Kinder aber überhaupt trotzig? Schließlich muss das doch einen Grund haben! Und was bedeutet die Trotzphase für die Entwicklung deines Kindes? Das schauen wir uns jetzt an: ⬇️

 

3. Warum sind Kinder trotzig?

 

Adrian möchte am Spielplatz unbedingt die hohe Leiter allein hinaufklettern. Er schlägt sogar  die helfende Hand seiner Mutter weg. „Ich will das alleine machen!” ruft er. Als seine Mutter ihn darauf hinweist, dass er dafür noch zu klein und die hohe Leiter gefährlich ist, fängt er zu weinen und zu schreien an. Aber warum reagiert er darauf so emotional und bricht gleich in Geschrei aus? 🪜


Zuallererst: Du hast nichts falsch gemacht. Der Grund für die Trotzreaktion ist nicht, dass du dein Kind schlecht erzogen hast! ⛔

Die Trotzphase ist unglaublich wichtig für die Entwicklung von Kindern. Nicht umsonst wird sie auch als „Autonomiephase” bezeichnet. Denn während dieser Zeit lernt dein Kind, die vorgegebenen Regeln kritisch zu hinterfragen und seinen eigenen Weg zu finden. Deshalb kommt es in diesem Alter häufig vor, dass Kinder ungehorsam sind. Sie weigern sich, das zu tun, was ihre Eltern sagen. Sie wollen selbst die Lösung finden und eigene Entscheidungen treffen. 💪

 

Besonders wichtig ist: In der Trotzphase lernt dein Kind eine Menge über sich selbst. Es nimmt sich zum ersten Mal als eigenständige Person mit einem eigenen Willen wahr. Durch diese neu erworbene Selbstwahrnehmung verspürt es das Bedürfnis, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und die Welt auf eigene Faust zu entdecken ‒ ein gewaltiger Schritt in der Entwicklung von Heranwachsenden. So erwirbt dein Kind Selbstvertrauen und wird sich seiner eigenen Grenzen bewusst. 🚀

Mit den Grenzen ist das allerdings so eine Sache: Wie Adrian mit der Leiter probieren Kinder in der Trotzphase viel aus, wollen alles allein und selbstständig schaffen. Meistens bemerken sie jedoch recht schnell, dass das nicht geht. Entweder weil sie gewisse Dinge einfach noch nicht können oder weil die Eltern es verbieten. Dann fühlen sie sich hilflos und verzweifeln. Darauf reagieren sie mit Zorn oder Wutausbrüchen. Denn in dem Alter können Kinder mit diesen neuen Gefühlen und mit Konflikten noch nicht umgehen. Jedoch lernen sie gerade durch solche Auseinandersetzungen, mit Misserfolgen umzugehen, aus ihren Fehlern zu lernen und ihre eigenen Grenzen zu akzeptieren. 👍


Schön und gut”, denkst du dir jetzt wahrscheinlich. „Aber dass ich das weiß, macht den Umgang mit einem trotzigen Kind trotzdem nicht leichter!” Damit du die Trotzphase deines Kindes gut überstehst, verrate ich dir jetzt die besten Tipps, wie du Trotzreaktionen mildern und dein Kind schnell wieder beruhigen kannst: ⬇️

 

4. 7 Tipps für den richtigen Umgang mit trotzigen Kindern

 

1. Ruhig bleiben

Das A und O im Umgang mit trotzigen Kinder ist: Ruhe bewahren! Es bringt gar nichts, wenn du auf einen Wutanfall ebenfalls mit Geschrei reagierst. Ja, es ist gar nicht so leicht, sich über das aufmüpfige Verhalten nicht aufzuregen ‒ vor allem wenn es in aller Öffentlichkeit geschieht. Doch Schimpfen befeuert die Situation nur zusätzlich. Versuche also, gelassen und geduldig zu bleiben! Wenn möglich, kannst du sogar versuchen, dem Trotzanfall so wenig Beachtung wie möglich zu schenken. Auch einfach ein paar Mal tief durchzuatmen, kann schon Wunder wirken! 🧘

2. Nicht ärgern lassen

Nimm das Verhalten deines Kindes nicht persönlich und lass dich nicht ärgern! Ich bin mir zu 100 % sicher, dass dein Kind es nicht böse meint und der Wutanfall nicht gegen dich persönlich gerichtet ist. Mach dich nicht für das trotzige Verhalten deines Kindes verantwortlich. Weder du noch deine Erziehung sind schuld daran! ⛔

3. Wut rauslassen ist okay

Es ist sehr wichtig, seine Emotionen rauszulassen und sich nicht dafür zu schämen und sie runterzuschlucken. Vermittle deinem Kind, dass es in Ordnung ist, auch mal wütend zu sein! Dabei müssen aber auch Grenzen gesetzt werden: Den Ärger in den Polster zu boxen, ist absolut okay ‒ oft muss man den Frust einfach physisch loswerden. Sich selbst zu verletzen oder auf andere loszugehen, ist aber ein No-Go! 🚫

4. Verständnis zeigen

Halte dir stets vor Augen, dass dein Kind gerade eine schwierige Phase durchmacht. Es lernt, mit ganz neuen Gefühlen und Emotionen umzugehen ‒ dabei braucht es so viel Unterstützung wie möglich! Manchen Kindern hilft es schon, wenn man sie einfach in den Arm nimmt. Vermittle deinem Kind, dass du zwar sein Verhalten nicht richtig findest, dass du es aber als Person nicht ablehnst. Denn im Grunde kann dein Kind ja selbst nichts dafür, dass es gerade in der Trotzphase ist. Sag zu ihm: „Ich verstehe, dass dich das ärgert!” Vielleicht bereitest du damit dem Geschrei sogar sofort ein Ende, weil dein Kind diese Aussage nicht erwartet hat. 😉

5. Ausprobieren lassen

Kinder brauchen genug Freiraum, um sich entwickeln und zu selbstständigen, eigenverantwortlichen Menschen heranwachsen zu können. Lass dein Kind seine Ideen umsetzen, solange es nicht gefährlich ist. Dein Kind möchte auf gar keinen Fall die Regenjacke anziehen, obwohl es draußen schüttet wie aus Kübeln? Lass es ruhig ohne Regenjacke rausgehen. Es wird schnell bemerken, dass das keine allzu kluge Idee war. Und es wird daraus lernen und das nächste Mal wahrscheinlich auf deinen Rat hören. 👍

6. Humor beweisen

Dein Kind ist sofort von null auf hundert? Nimm’s mit Humor! Mach dir einen kleinen Spaß daraus: Wenn dein Kind sich vor Ärger auf den Boden wirft, mach es ihm nach und leg dich daneben hin. Damit wirst du es ganz schön überraschen. 😉

⚠️ Aber Achtung: Mach dich nicht lustig über dein Kind! Es geht ihm ja gerade darum, ernst genommen zu werden. Spott macht die angespannte Situation nur noch schlimmer! 🚫

7. Ende gut, alles gut


Miss einem Trotzanfall nicht allzu viel Bedeutung bei! Dein Kind musste seiner Wut Luft machen, aber jetzt ist es auch wieder vorbei! Sei nicht nachtragend! Am besten nimmst du dein Kind gleich in den Arm, wenn es sich wieder beruhigt hat. Zeig dich versöhnlich! ❤️

Bei einem Wutanfall in der Öffentlichkeit kann es aber sein, dass all diese Tipps auch nicht helfen. Denn wenn viele Leute anwesend sind und alles mitkriegen, ist das für Eltern einfach nur super unangenehm. Schauen wir uns jetzt an, wie man mit so einer Situation am besten umgeht: ⬇️


5. Hilfe: Was tun, wenn mein Kind einen Wutanfall in der Öffentlichkeit hat?



Ja, manchmal kommt es leider vor, dass Kinder in aller Öffentlichkeit trotzig sind. Wenn alle Anwesenden so einen Wutanfall mitbekommen, ist das für Eltern natürlich sehr peinlich. 😬

🔥 Mein Tipp: Versuche, die anderen Menschen zu ignorieren! Ist doch egal, wenn sie denken, dass dein Kind schlecht erzogen ist. Du weißt ja, dass du bei der Erziehung dein Bestes gibst! Wahrscheinlich sind sowieso ein paar der Umstehenden selbst Eltern und haben Verständnis für den Wutanfall deines Kindes. 

Also: Durchhalten und einmal tief durchatmen! Auch dieser Moment wird vorübergehen! 🙏

Zum Abschluss bekommst du jetzt noch Antworten auf die häufigsten Fragen zur Trotzphase bei Kindern: ⬇️


6. Häufige Fragen



🤔 Welches Trotzverhalten ist nicht mehr normal? Wie soll ich dann vorgehen?

Wenn dein Kind extreme Wutanfälle hat und auch nach der Einschulung noch ein übermäßig trotziges Verhalten an den Tag legt, solltest du vielleicht einen Kinderarzt aufsuchen. 🩺

⚠️ Aber: Das kommt wirklich nur sehr selten vor! Frage dich, bevor du zum Arzt gehst: „Ist das Verhalten meines Kindes wirklich so unerträglich? Oder kommt es nur mir so schlimm vor?” Vergiss nicht, dass extreme Wutanfälle zur Trotzphase dazugehören. Da musst du leider durch. Und ja, das ist wirklich hart! Wenn du meine Tipps befolgst, kannst du aber aktiv gegensteuern und diese Phase ein wenig angenehmer gestalten! 👍

🤔 Kann man die Trotzphase vermeiden? 

Nein! Du kannst Trotzanfälle weder vorhersehen noch vermeiden. Aber mit ein wenig Gelassenheit kannst du die ärgsten Trotzreaktionen auf jeden Fall abschwächen. Unterstütze dein Kind mit Einfühlungsvermögen und Verständnis! Und wer weiß, vielleicht ist die Trotzphase bei deinem Kind schon bald vorbei! 🙏

🤔 Wie sollte man in der Regel nicht auf Trotz reagieren?

Schreien, schimpfen und bestrafen bringen gar nichts! Auch wenn du dich über dein Kind lustig machst, verunsicherst du es nur zusätzlich. Ruhe zu bewahren, ist das Allerwichtigste! Und auch die beste Strategie für Eltern, um die Trotzphase zu überleben! 👍

🔥 Wenn du noch mehr Tipps haben willst: In diesem Video über die Trotzphase beim Kleinkind verrät Laila Maria Witt, die selbst 4 Kinder hat, was bei Trotzanfällen hilft. Unbedingt reinschauen! 👀

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